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Buddha Bowl

Food Trends aus Amerika sind meistens alles andere als gesund. Allerdings gibt es seit ein paar Jahren einen super leckeren und auch wirklich gesunden Trend aus den USA, welchen ich euch gerne in diesem Blogbeitrag vorstellen möchte. Der Trend nennt sich „Buddha Bowl“ – einige von euch haben den Namen bestimmt schon einmal gehört. Hier möchten wir dir den gesunden Trend, der eine Schale voller gesunder Leckereien in den Mittelpunkt stellt, vorstellen und Ideen zum Inspirieren und Nachmachen geben.

Buddha Bowls als neues Super-Food

Wir verraten dir, was sich hinter den sogenannten Buddha Bowls versteck und warum diese so gesund sind.

Woher kommt überhaupt dieser Name??

Ja, das haben wir uns auch gefragt! „Bowl“ heißt ins Deutsche übersetzt einfach nur Schale. Unter dem sogenannten „Bowl-Food“ ist der Inhalt gemeint, mit dem die Schale – egal ob fürs Frühstück, Mittag- oder Abendessen – befüllt wird. Es gibt extrem viele verschiedene Varianten an Bowls – die Auswahl ist riesig!

Aber wie genau kommt der „Buddha“ zur „Bowl“?

Die kurze, einfache Erklärung: Bei den prallgefüllten Schalen wölben sich die vielen leckeren Zutaten wie ein runder (chinesischer) Buddhabauch hervor.

Die ausführliche Erklärung: Ōryōki – eine meditative und ritualisierte Form des Essens, die in der Tradition des Zen-Buddhismus verwurzelt ist. Ein Ōryōki-Set besteht unter anderem aus unterschiedlich großen Schüsseln, von denen die größte auch „Buddha Bowl“ (jap. „zuhatsu“) genannt wird. Dabei sind präzise Abläufe, bewusstes Essen und Dankbarkeit für eine angemessene Menge Nahrung die Kerngedanken, die Ōryōki durchziehen. Und auch wenn die Verbindung vermutlich nicht von allen ganz nachvollzogen und umgesetzt wird, findet sich die Idee vom bewussten, maßvollen Genuss auch im aktuellen Buddha-Bowl-Trend wieder.

Zubereitung der Buddha Bowl – wie geht das?

Ein klar definiertes Rezept gibt es für die Buddha Bowl nicht. Überall auf der Welt kreiert und stellt sich jeder seine persönliche Buddha Bowl ein bisschen anders zusammen. Die einzige Kostante ist eine schöne, runde Schüssel, die genügend Platz für eine große Portion bietet.

Bei Buddha Bowls zählt auf keinen Fall das Prinzip „Weniger ist mehr“ – Hier dreht sich eher alles darum, so vielseitig wie möglich zu sein! In der Bowl sollten sich allen wichtigen Nährstoffe zusammen setzten. Zum Beispiel liefern Hülsenfrüchte (z.B. Kichererbsen/Linsen) reichlich pflanzliche Proteine und versorgen Muskel- und Nervenzellen mit Nahrung. Komplexe Kohlenhydrate – zum Beispiel in Vollkornnudeln, Reis oder Kartoffeln – lassen den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen und liefern euch lange Energie. Gemüse wie Möhren, Paprika, Tomaten, Gurken usw. sind vollgepackt mit Vitaminen und Mineralstoffen und bringen euren Organismus so richtig in Schwung. Das gewisse etwas bringen dann noch die gesunden Fette mit sich: In Nüssen stecken viele gesunde Fette, die wir zum Leben brauchen.

Das Gute ist, dass du dir den Mix immer jedes Mal anders zusammenstellen kannst!

Tipp: Buddha Bowls lassen sich hervorragend für ein leckeres „Resteessen“ zubereiten!

Deine Buddha Bowl kann folgende Zutaten enthalten:

  • grünes Blattgemüse (z. B. Blattsalate, Grünkohl, Wildpflanzen, Spinat)
  • vollwertige Kohlenhydrate (z. B. Kartoffeln, Vollkorngetreide, Polenta, Couscous)
  • Gemüse, möglichst nach Saisonkalender (z. B. Wirsing, Rosenkohl oder Pastinaken im Winter sowie Spargel, Tomaten oder süße Früchte im Sommer)
  • proteinreiche Lebensmittel (z. B. Hülsenfrüchte, Nüsse, Lupinen, Tofu, Ei, Fleisch)
  • hochwertige Öle zum Einlegen, Anbraten oder für die Zubereitung von Soßen (z. B. Oliven-, Sesam-, Traubenkern- oder Distel-Öl, Avocado, Nuss-Mus)
  • Topping (Sprossen, Ölsaaten, Kräuter)

Schmeckt die Buddha Bowl mit nachhaltigem Inhalt auch gut?

Und der Geschmack? Der kommt bei den ganzen Varianten natürlich auch nicht zu kurz! Außerdem lassen sich die leckeren Bowls flexibel an deinen individuellen Geschmack anpassen und sehen dabei auch noch gut aus.

Wichtig ist allerdings, dass wir für eine nachhaltige Ernährung darauf achten sollten, dass wir für unsere Buddha Bowl vor allem regionales und saisonales Gemüse verwenden. Je nach Jahreszeit können wir daher auch noch einmal einen ganz anderen Geschmack hervorheben!

Das Problem bei dem neuen Trend ist, dass wir bei den Bowls versuchen, sehr viel exotisches Zeug zu verwenden. Beispielsweise werden in vielen Rezepten Avocado oder Mandeln aufgelistet. Das klingt zwar erst mal sehr lecker – allerdings hat das Ganze nichts mit einer nachhaltigen Ernährung zu tun. Beides wächst nicht in Europa, muss daher erst über weite Strecken importiert werden und benötigt darüber hinaus extrem viel Wasser um wachsen und reifen zu können.

Für eine nachhaltige Ernährung und einen bewussten Genuss ist es wichtig, dass wir uns auf regionale und saisonale Lebensmittel fokussieren – und ja, auch die können richtig gut schmecken!

Linsen machen satt und glücklich, Grünkohl, Brokkoli und Spinat helfen dir gesund zu bleiben und Kartoffeln aus dem Ofen machen dir ein wohlig warmes Gefühl im Bauch. Weitere leckere Alternativen bieten Eier, Kürbis, Paprika, Tofu (aus Deutschland/Europa), Karotten, Radieschen, Pilze oder verschiedene Kohlsorten.

Hier findet ihr den passenden saisonalen Kalender für Obst, Gemüse und Salat.

Koch-Inspiration für deine Buddha Bowl

Nachdem wir nun geklärt haben, woher der Name der leckeren Bowl kommt und welche Lebensmittel sich gut eignen, wollten wir euch noch ein paar leckere Rezepte zur Inspiration mit an die Hand geben.

Zum Beispiel eine vegane Gemüse Buddha Bowl mit Reis:

^Zutaten: (Für 2 Portionen berechnet)

  • 120g Reis pro Portion
  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 3 Fleischtomaten
  • 200ml Tomatensaft
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • Basilikum (frisch)
  • Oregano (getrocknet)
  • Petersilie (frisch/TK-Ware)
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Prise Chili
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1/2 TL Curry Pulver
  • 1 TL Öl
  • 1/2 Gurke
  • Etwas Rotkraut
  • Optional: Sesam und Basilikumsamen
  • Optional: Senf

Zubereitung:

1. Reis kochen mit Salz und etwas Pfeffer würzen.
2. Tomaten, Zucchini und Knoblauch zerkleinern. Gemeinsam mit Öl in einen Wok geben und für ca. 10 Minuten auf mittlerer Stufe braten. Anschließend mit Tomatensaft, Curry, Paprikapulver, Salz und Pfeffer, Basilikum, Oregano, Petersilie verfeinern und weitere 10 Minuten auf niedriger Stufe köcheln lassen.
3. Restliches Gemüse zerkleinern.
4. Nun alle Zutaten in einer Bowl servieren und mit Basilikumsamen, Sesam, Senf und frischen Kräutern toppen.