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Bedingt die Veränderung das nachhaltige Reisen?

Müsste man das Jahr 2020 mit einem Wort beschreiben, dann wäre es wohl Veränderung. Wenn uns Corona eines gelehrt hat dann, dass erstens nicht alles beständig und selbstverständlich ist und zweitens wir flexibel und anpassungsfähig auf Veränderungen reagieren müssen um nicht unterzugehen. Auch wir sind nicht verschont geblieben und mussten uns an die neue Situation anpassen. Zudem musste, wie bei vermutlich vielen anderen auch, der ursprünglich geplante Urlaub umgeplant werden. Wir haben versucht, das Umplanen unseres Urlaubs als eine neue Chance zu sehen. Dabei haben wir uns die Frage gestellt, wie kann eigentlich ein möglichst umweltfreundlicher Urlaub aussehen?

Nachhaltiges Reisen – was ist das?

Der Begriff nachhaltiger Tourismus wird in der Umweltdatenbank folgendermaßen definiert:

„Als nachhaltig wird Tourismus dann angesehen, wenn er einen Umgang mit allen Ressourcen in einer Art und Weise ermöglicht, dass ökonomische, soziale und ästhetische Bedürfnisse erfüllt werden können und gleichzeitig die kulturelle Integrität, essentielle ökologische Vorgänge und die Biodiversität erhalten bleiben.“

Im Zusammenhang mit dem nachhaltigen Reisen wird oft der Begriff des sogenannte sanften Tourismus verwendet. Darunter wird die Möglichkeit verstanden, neue Länder zu erkunden ohne dabei negativ die Natur zu beeinflussen. Allerdings spielen dafür viele Faktoren eine wichtige Rolle. Nachhaltiges Reisen sollte nicht erst im Urlaub beginnen, sondern bereits beim Kofferpacken, sowie bei der Wahl des Urlaubsziels und bei der Auswahl der richtigen Unterkunft. Ein entscheidender Faktor ist dabei das Verhalten vor Ort als auch die Unterstützung der einheimischen Wirtschaft.

Gründe für nachhaltiges Reisen

Das Thema Nachhaltigkeit ist mittlerweile nicht mehr nur ein Trend, sondern ein wichtiger Lebensstil geworden. Warum? Darum: Wenn wir nicht jetzt etwas für die Erhaltung der Natur und unserer Lebensräume tun, werden sich diese in einem nicht mehr aufzuhaltenden Prozess nachhaltig verändern.

Wer seinen Müll in einen Mülleimer und nicht auf die Straße wirft, bewegt nicht nur ein Umdenken bei anderer Touristen, sondern auch bei der Bevölkerung. Oft haben die Einheimischen in den Urlaubsregionen noch nicht das gleiche Umweltbewusstsein wie wir. Wenn wir daher auch im Urlaub achtsam mit der Natur umgehen, kann das Verständnis für die Natur ökonomisch an Wert gewinnen. Das heißt einfach gesagt: Wenn wir Wert auf einen sauberen Touri-Spot legen, müssen wir diesen auch sauber zurück lassen.

Ein weiteres Problem stellt die Wasserknappheit in machen Urlaubsregionen dar.

Wasser – egal ob Fluss, See oder Meer – hat eine hohe Anziehungskraft auf Urlauber. Weltweit ist der Strandurlaub die mit Abstand beliebteste Erholungsart. Problem: In Regionen, in denen Wasser ohnehin schon knapp ist, kann der erhöhte Wasserverbrauch durch die Touristen zu Wasserknappheit führen. Da das Trinkwasser in diesen Regionen meist ohnehin knapp ist, muss dieses aufwendig aufbereitet, kostenintensiv mit Tankschiffen und Tankwagen herangefahren oder sogar aus salzigem Meerwasser gewonnen werden. Diese für die meist ärmeren Länder ohnehin kritische Lage wird durch uns Urlauber entscheidend verschärft.
Aus diesem Grund sollten wir uns bei Wahl unseres Urlaubsziels ausreichend informieren, Gedanken machen und vor Ort sparsam mit der Ressource Wasser umgehen.

Reise nachhaltig gestalten – aber wie?

Wie wäre es mit einem veränderten Blickwinkel auf die Art und Weise unseren Urlaub zu gestalten und aktiv zu erleben.
Nachhaltigkeit beginnt, wie oben erwähnt, bevor wir unsere Koffer packen – sie beginnt mit der Wahl unseres Urlaubsziels. Gerade in diesem Jahr sind wir mehr oder weniger dazu gezwungen in der Heimat oder in nahegelegenen Regionen Urlaub zu machen. Was jedoch nicht gleich heißen muss, dass das schlecht ist. Ganz im Gegenteil! Es ist sogar super nachhaltig!
Sehen wir also die Situation positiv: Wir können das Jahr nutzen und mal so richtig unser eigenes Umland kennen lernen.

Wenn das Fernweh allerdings doch zu groß wird, kann trotzdem einiges getan werden um ökologisch zu reisen. Statistisch gesehen hat ein Flug nach Mallorca die selbe Klimawirkung, wie ein halbes Jahr mit dem Auto durch Deutschland zu fahren. Am umweltfreundlichsten sind Städtetrips zu Zielen, die mit dem Fernbus oder mit dem Zug erreicht werden können.
Wer mag: Mitfahrgelegenheiten sind auch eine Möglichkeit umweltfreundlicher zu reisen.

Nachhaltige Produkte für deine Reise

Kofferpacken nachhaltig:

  • Reisegepäck aus recycelten Materialien
  • BPA-freie Trinkflaschen zum Wiederbefüllen um Plastikfalschen zu vermeiden
  • Waschbare Abschminkpads oder Waschlappen
  • Stoffbeutel für Wäsche oder Einkäufe
  • Feste Seife oder für längere Reisen ist auch unser Duschgel Pulver Ideal geeignet – vor Ort einfach mit Wasser vermischen (Tipp: Unser Duschpulver ist biologisch abbaubar)
  • Bienenwachstücher oder Lunchboxen für einen längeren Urlaub, Roadtrip oder eine Wandertour
  • Metallbesteck oder Taschenmesser
  • Bio-Sonnencreme!!! Sie enthält natürliche Inhaltsstoffe und schützt mit mineralischen UV-Filtern, die weder für den Menschen noch für die Natur schädlich sind.
  • Mikrofaserhandtuch – sind leicht, antibakteriell, saugen schnell Wasser auf und trocknen schnell

Fazit: Je weniger Dinge du mitnimmst, desto nachhaltiger kannst du reisen.

Nachhaltiger und bewusster Umgang im Ausland:

  • Lokale Produkte kaufen und bei lokalen Anbietern konsumieren
  • Digitale Karten nutzen, statt Papierkarten die direkt in der Tonne landen
  • Generell gilt Müllvermeidung z.B. durch das Mitbringen einer eigene Trinkflasche
  • Einheimische Angebote und Dienstleistungen nutzen
  • Artgerechte Tierhaltung unterstützten und gut informieren bei z.B. Tiershows, Zoos, Delfinshows und Elefantenreiten vermeiden
  • Interkultureller Austausch durch direkten Kontakt mit den Einheimischen
  • Verzichte auf All-Inclusive
  • Besuche Bio-Hotels und Bio-Bauernhöfe
  • Respektiere Umwelt & Natur vor Ort

Oft verbinden wir nachhaltiges Reisen mit Verzicht auf Qualität und Luxus. Dass das nicht der Fall sein muss zeigen nachgewiesene Siegel, wie TourCert oder Viabono. Sie weisen touristische Dienstleister vor Ort aus, die sich für einen nachhaltigen Tourismus einsetzten. Ganz nach dem Motto: Modernes Reisen, aber eben nachhaltig.

Wenn du gerne Urlaub in Österreich machst, haben wir noch einen weiteren alternativ Tipp. Die  Plattform Schau auf’s Land bietet Urlaubern und nachhaltigen landwirtschaftlichen Betrieben die Möglichkeit zusammen einen Mehrwert für alle zu schafft. Gerade für Familien mit Kindern bietet diese nachhaltige Alternative ein super Angebot wie z.B., mit Alpakas Wälder erforschen. Tipp, für Wohnmobilbesitzer ist die Plattform sehr praktisch!

Als letzten Tipp möchte ich euch einen individuellen Reiseanbieter vorstellen, auf welchen wir bei einem Podcast von Weltwach (Folge: 122: Fair Reisen) aufmerksam gemacht wurden. Evaneos. Hier könnt ihr eure Reise, genau nach euren Vorstellungen gestalten. Dabei unterstützen euch lokale Reiseexperte. Ein Großteil des Preises fließt dabei in die lokale Wirtschaft und unterstützt das dortige Wachstum! Nachhaltigkeit spielt dabei auch eine wichtige Rolle.

Fazit nachhaltiges Reisen und nachhaltige Produkte:

Wir wollten euch mit dem Beitrag zeigen, dass nachhaltiges Reisen weder bedeutet auf Reisequalität und Luxus zu verzichten noch, dass nachhaltiges Reisen immer gleich teuer seien muss. Ganz im Gegenteil! Mit Hilfe von einfachen Tipps und Tricks kann jeder von uns einen Teil dazu beitragen, die Natur und unsere Lebensräume auf der Erde zu erhalten.

Aber jetzt noch einmal ganz zurück zu unserer Einstiegsfrage: Bedingt die Veränderung nachhaltiges Reisen? Unsere Meinung ist ganz klar JA!
Fakt ist: Jede nachhaltige Reise kann die Welt tatsächlich ein Stück retten.

Wir vom Less Waste Club wollen auch unseren Teil dazu beitragen, indem wir Nachhaltigkeit weiterdenken. Unser Ziel ist es Alltagsprodukte nachhaltiger machen.
Schau gerne mal bei uns vorbei und melde dich bei Fragen!

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