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Was wir gegen Umweltverschmutzung tun können.

In unserem heutigen Less Waste Club Blogbeitrag möchte ich euch zeigen, wie lange Plastikmüll tatsächlich benötigt um komplett zu verrotten und was wir aktiv gegen Umweltverschmutzung tun können. Dafür möchte ich euch auch ein paar Tipps (keine Sorge es sind keine Öko-Tipps) an die Hand geben, wie wir gemeinsam gegen die immer stärker werdende Umweltverschmutzung vorgehen können.
Tag für Tag produzieren wir bewusst aber auch unbewusst Müll. Ob Kunststoff, Glas, Papier oder Aluminium, die Abfallberge wachsen stetig. Jeder von uns kennt es bestimmt zu gut, es wird dann problematisch, wenn kein Abfalleimer in unserer Nähe ist. Dann landet der Müll meist achtlos in der Natur – im Park, in den Bergen oder auf der Straße. Doch wie lange dauert es bis unser Müll verrottet ist und was bedeutet das für unsere Umwelt?

Doch wie schnell baut sich Plastik in der Umwelt ab?

Das Problem von Kunststoffen ist, dass diese chemisch sehr stabil sind. Das bedeutet, dass sich diese nicht zersetzten oder nur sehr langsam bzw. schlecht abbauen. Produkte die aus Plastik bestehen zerfallen nur in immer kleinere Teilchen – in sogenanntes Mikroplastik (auf welches ich in meinem Blogbeitrag zum Thema Verschmutzung der Ozeane näher eingegangen bin). Es wird davon ausgegangen, dass Mikroorganismen nicht in der Lage sind, Kunststoffe vollständig zu zersetzen. Mikroplastikpartikel werden zwar kontinuierlich kleiner, jedoch können diese nicht vollständig abgebaut werden.
Gelangt Plastikmüll in unsere Umwelt bzw. in unsere Gewässer kann der Zerfall viele Jahrzehnte andauern. Bei einer einfachen Plastikflasche geht das Umweltbundesamt sogar von bis zu 450 Jahren aus. Nur die (kontrollierte) Verbrennung von Müll sorgt dafür, dass sich diese Produkte komplett zersetzen.
Organische Lebensmittelabfälle besitzen die kürzeste Verrottungszeit. Während diese bei Äpfeln nur bei etwa zwei bis vier Wochen liegt, verlängert sich diese bei Orangen oder Bananen bereits auf circa zwei Jahre. Verrückt aber wahr! Hinzukommen die ganzen giftigen Pestizide auf der Schale.
Bei Papiertüten beginnt die Zersetzung bereits nach sechs Wochen. Plastiktüten dagegen sind erst nach 10 bis 20 Jahren verrottet. Plastikflaschen aus PET sind nahezu nicht zersetzbar.
Für was steht überhaupt PET?! PET steht für den (zumindest für mich) unaussprechlichen Kunststoff Polyethylenterephthalat – wer mehr darüber erfahren möchte kann sich hier im Chemie Lexikon schlau machen! Es wird derzeit davon ausgegangen, dass PET-Flaschen bis zu 450 Jahren brauchen. Daher ist es so wichtig, dass wir PET Flaschen unbedingt recyceln.
Und jetzt noch für alle Raucher unter uns: auch Zigarettenstummel besitzen neben ihrer schweren Zersetzbarkeit einen stark schädigenden Einfluss auf die Umwelt. Zigarettenreste enthalten über 700 giftige Chemikalien, die durch achtloses entsorgen in den Boden und anschließend in unser Grundwasser gelangen können.

Facts and Figures zur Umweltverschmutzung:

  • Zigarettenstummel: 1-5 Jahre
  • Taschentuch: 2-4 Wochen
  • Kaugummi: 5 Jahre
  • Plastikflasche: 450 Jahre
  • Getränkedose: 200 Jahre
  • Glasflasche: unbestimmt
  • Wegwerfwindel: 450 Jahre
  • Angelschnur: 600 Jahre

Was wir gegen Umweltverschmutzung tun können:

Vermeiden, reduzieren, wiederverwenden, recyceln und verrotten

Vermeiden:

Doch was genau sollten wir ablehnen? Einwegplastik (Plastiktaschen, -Flaschen, -Becher und Trinkhalme), Gratisartikel (Partygeschenke, Hotel-Toilettenartikel) sowie verpacktes Obst und Gemüse.

Reduzieren:

  • Reparierbare Artikel anstatt Einwegartikel
  • Unnötige Einkäufe vermeiden
  • Verlockenden Werbebotschaften aus dem Weg gehen

Wiederverwendung: 

  • Ausleihen & Teilen von Gegenständen
  • Reparieren statt ersetzen
  • Überdenken ob eine Neuanschaffung überhaupt notwendig ist

Recyceln:

Aber wie trenne ich richtig?
Less Waste Blog
Glas gehört in den Glascontainer, Papier und Pappe ins Altpapier. Leichtverpackungen aus Kunststoff, Metall oder Materialverbunden gehören in den gelben Sack oder die gelbe Tonne.
Wichtig: Kassenbons gehören nicht ins Altpapier sondern in den Restmüll – Kassenbons bestehen meist aus Thermopapier, das mit Chemikalien beschichtet ist.
Allerdings müssen wir auch beim Recyceln anderer Produkte aufpassen: Für das richtige Recycling ist es zusätzlich hilfreich, verschiedene Verpackungsmaterialien – soweit wie möglich – voneinander zu trennen. Zum Beispiel sollte bei einem Plastik-Joghurtbecher vorher der Deckel abgezogen werden, bevor beides einzeln in der gelben Tonne oder im gelben Sack landet. Warum das? Grund hierfür ist, dass in den Sortieranlagen zwar eine automatische Sortierung nach unterschiedlichen Materialien möglich ist, jedoch keine Trennung von fest miteinander verbundenen Materialkombinationen. Verschiedene Verpackungsmaterialen sollten deshalb auch nicht ineinander gestopft werden.
Also mal wieder alles ganz schön kompliziert…. daher habe ich euch hier das Poster zur richtigen Mülltrennung zum Download angehängt 🙂
Verrotten/Kompostieren: Zum Beispiel können wir Lebensmittelabfälle in einen Wurmbehälter werfen und diesen von Würmer in hochwertigen Dünger verwandeln. Kompostieren im eigenen Garten liefert wertvollen Humus und kann Abfallgebühren einsparen. Wichtig ist vor allem eine vielfältige Mischung geeigneter organischer Abfälle.

Fazit zum Thema Umweltverschmutzung:

Jeder von uns kann durch mehr Achtsamkeit einen kleinen Teil für eine bessere Zukunft beitragen.

Tipp: Jetzt bei unserer Less Waste Challenge mitmachen!

Spazieren gehen und Müll sammeln – seid dabei! Hier geht es zu unserer Challenge.

Wir vom Less Waste Club beschäftigen uns täglich mit diesen Themen und sammeln Ideen wie wir einen kleinen Beitrag für eine bessere Zukunft beisteuern können. Schaut auch gerne bei unsere anderen Blogbeiträgen vorbei. Weiter spannende Beiträge rum um das Thema Plastikmüll folgen.
Was ist unsere Motivation? Unsere Vision ist es, Produkte zu entwickeln, die Kunststoffabfälle reduzieren und die Welt nach und nach ein Stückchen besser zu machen.
Quelle:
Bilderquelle: Unsplash

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