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Die Verschmutzung der Ozeane 

In unserem neuen Less Waste Club Blogbeitrag möchte ich euch etwas darüber erzählen, wie Kunststoffabfälle unsere Ozeane beeinflussen, die gravierenden Auswirkungen von Plastikmüll auf unsere Ozeane bewusst machen und ein paar Tipps an die Hand geben wie wir gemeinsam gegen die immer stärker werdende Verschmutzung der Ozeane vorgehen können.

Plastik ist ein ständig wachsendes Problem und kostet jedes Jahr zehntausend Tieren das Leben. Bis zur völligen Zersetzung von Plastik können mehrere Hundert bis Tausende an Jahre vergehen. Unser Plastikmüll zerfällt bis dahin lediglich in immer kleinere Partikel. Diese kleinen, festen und wasserunlöslichen Plastikpartikel werden Mikroplastik genannt. Gerade im Meer werden diese kleinen Partikel zu einem großen Problem, da sie von den Meerestieren mit Nahrung, zum Beispiel Plankton verwechselt werden.

Aber was genau ist Mikroplastik?

Die Definition des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und des Umweltbundesamt (UBA) für Mikroplastik lautet: „Feste, wasserunlösliche Kunststoffpartikel, die fünf Millimeter und kleiner sind“.

Facts and Figures:

Less Waste Club Blog Ozeane

Wusstet ihr, dass…

  • jedes Jahr über 220 Millionen Tonnen Plastik produziert werden.

  • in jedem Quadratkilometer unserer Meere hunderttausend Teile Plastikmüll schwimmen.

  • jedes Jahr rund neun Millionen Tonnen Kunststoffabfälle in die Ozeane gelangen.

  • Schwerpunktregion des Mülleintrags dabei Südostasien ist.

  • der gesamtwirtschaftliche Schaden durch Plastikmüll in den Meeren auf weltweit etwa 13 Milliarden Euro jährlich geschätzt wird.

  • aktuell nach Schätzungen der Vereinten Nationen weltweit mehr als 150 Millionen Tonnen Plastikmüll in unseren Ozeanen treiben.

  • 5 riesige Müllstrudel in unseren Ozeanen schwimmen.

  • 20% des Mülls von Schiffen, Booten und Offshore-Plattformen stammt.

  • 80% der Verschmutzung am Land entsteht (z.B. durch Dünger, Pestizide und Chemikalien) und über unsere Flüsse ins Meer gelangen.

  • unsere Ozeane an einer Versauerung leiden.

  • es inzwischen weltweit fast 500 tote Zonen gibt, in denen fast keine Meeresbewohner leben können, mit einer Fläche von mehr als 245.000 km², was der Fläche des Vereinigten Königreichs entspricht.

Wie Kunststoffabfälle unsere Ozeane beeinflussen:

Strudel schwimmen in unseren Ozeanen?!

Nein, keine Strudel sondern Müll schwimmt in unseren Ozeanen und von diesen Müllstrudeln gibt es bereits fünf. Dabei handelt es sich um gigantische Plastikinseln, die sich zu 99% aus Kunststoffteilen, Fischernetzen und vielen frei schwimmenden Müll zusammensetzen. Der größte dieser Müllstrudel ist der sogenannte Great Pacific Garbage Patch im Nordpazifik. Bei ihm geht man aktuell davon aus, dass er die Größe von Mitteleuropa erreicht hat.

Die genaue Größe dieser Plastikinseln lässt sich aber nur schwer abschätzen, da ein Großteil des Mülls sich nicht an der Wasseroberfläche befindet, sondern darunter. Auch der Meeresboden ist durch die Ablagerung des Plastikmülls davon betroffen.

Wie entstehen diese Müllstrudel in unseren Ozeanen?

Die Entstehung der Plastikinseln hängt mit den Meeresströmungen zusammen, die den Wärmeaustausch zwischen den Ozeanen regulieren. Dort wo verschiedene Strömungen von Nord und Süd aufeinandertreffen, entstehen riesige Oberflächenstrudel. Gerät Plastikmüll in einen dieser Strudel, sammelt sich dieser darin an. Im Laufe der Zeit wird die Ansammlung an Plastikteilen immer gewaltiger, so dass irgendwann ganze Inseln im Zentrum der Strudel entstehen.

Was wird bereits dagegen getan?

Zum Glück gibt es Organisationen wie The Ocean Clean up die sich zur Hauptaufgabe gemacht haben mit neuen Technologien unsere Ozeane zu säubern. Thumbs up!

What else?!

Kennt ihr bereits den Tun-Mustapha-Park? Dabei handelt es sich um eine neue Art Meeresschutzgebiet vor der Küste Malaysias. The Good News: Statt nur ein kleines Gebiet streng zu schützen, setzt der Park auf den Ansatz, ein großes Gebiet nachhaltig zu bewirtschaften. Der Tun-Mustapha-Park bietet über 80’000 Menschen eine Lebensgrundlage, 100 Tonnen Fisch werden täglich nachhaltig gefangen.

Immer mehr Startups beschäftigen sich mit dieser Problematik und bringen neue Ideen und Erfindungen auf den Markt wie zum Beispiel das deutsche Startup Recup, welches den Einwegbechern den Kampf angesagt hat.

Wie sich unser enormer CO2 Ausstoß auf unsere Ozeane auswirkt:

Unsere Ozeane leiden an einer Versauerung? Unsere Meere und Ozeane nehmen immer mehr CO2 auf. Damit verbunden besteht der große Verlust der Arten und große Auswirkungen für den Menschen. Worüber wir uns keine Sorgen machen müssen ist, dass das Meer immer salzig schmecken wird, daran ändert sich nichts.

Wie das geht?

Ozeane und Meere nehmen Kohlendioxid auf, welches das Wasser allmählich saurer macht. Durch die Aufnahme von CO2 nimmt der pH-Wert der Ozeane kontinuierlich ab, was zu Folge die sogenannte Versauerung hat. In Zukunft könnten wir dadurch zum Beispiel noch mehr toxische Blaualgenblüten in der Ostsee haben. Es wird außerdem erwartet, dass unter erhöhten CO2-Bedingungen, wie wir sie bis Ende dieses Jahrhunderts erwartet werden, nur halb so viele Dorschlarven überleben werden.

Welche Auswirkungen hat die Ozeanversauerung auf den Menschen?

Für etwa eine Milliarde Menschen ist die Nahrung aus dem Meer die Hauptquelle für tierisches Protein, besonders in den ärmeren Regionen. Es wird befürchtet, dass die Nahrungsnetze unter den zukünftigen Bedingungen weniger produktiv sein werden und wir dadurch weniger Nahrung aus dem Meer schöpfen können. Was zu Folge haben wird, dass es für viele Menschen, die auf Fischprodukte angewiesen sind, zu Nahrungsengpässen kommen wird.

Wie könnte man das verhindern?

Um die Versauerung der Meere zu stoppen, müsste man den fortlaufenden Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) möglichst rasch senken.

Wie können wir der Verschmutzung der Ozeane entgegenwirken?

  • Verringert euren Kohlenstoff-Fußabdruck

  • Sensibilisiert eure Gemeinschaft

  • Unterstützt Naturschutzmaßnahmen

  • Werdet ein umweltbewusster Verbraucher

  • Entwickelt ein bzw. mehr Bewusstsein

  • vermeidet generell Müll

  • vermeidet vor allem Einwegplastik

  • nehmt an Müllsammelaktionen teil

Fazit: Take ocean cleaning into your own hands.

The Good News: 

Wissenschaftler haben festgestellt, dass es den Meeresbewohnern langsam besser geht (Stand 1. April 2020). Sie fanden heraus, dass sich unsere Ozeane in den letzten Jahren dank der Erhaltungsmaßnahmen langsam erholen. Was genau konnte festgestellt werden? Forscher fanden heraus, dass von 2000 bis 2019 mehr Tierarten überlebt haben. Heute gibt es zum Beispiel mehr als 40.000 Buckelwale – im Gegensatz zu nur ein paar Hundert im Jahr 1968 (The Guardian). Oder Seeotter in Kanada – 1980 waren es Dutzende, heute Tausende. Zudem wird die globale Fischerei langsam nachhaltiger. Allerdings sollten wir die Verschmutzung der Ozeane nicht als einfach zu lösen sehen!

Was sollten wir in Zukunft besser machen? Wissenschaftler empfehlen, dass wir uns auf den Wiederaufbau von Meereslebensräumen und den Kampf gegen den Klimawandel konzentrieren sollen (The Guardian).

Wir vom Less Waste Club beschäftigen uns täglich mit diesen Themen und sammeln Ideen, wie wir einen kleinen Beitrag für eine bessere Zukunft beisteuern können. Schaut auch gerne bei unseren anderen Blogbeiträgen vorbei. Weiter spannende Beiträge rum um das Thema Plastikmüll folgen.

Quelle:

Deutsche Umwelthilfe
BMBF
Geo lino
Ocean Care
UNESCO

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